„Wenn in Jerusalem der Gebetsruf verboten wird, wird jeder Palästinenser zum Muezzin…“

Der Ankara Botschafter Palästinas Dr. Faed Mustafa besuchte den Vorsitzenden des Präsidiums für Religionsangelegenheiten Prof. Dr. Mehmet Görmez.
Diyanet Vorsitzender Görmez brachte seine Freude über diesen Besuch zum Ausdruck. Er begann seine Ansprache mit den Worten, „Es ist mir eine Freude den Ankara Botschafter Palästinas in unserem Präsidium empfangen zu dürfen.“
Vorsitzender Görmez betonte, durch welch schwierige Zeiten die Menschheit und die Muslime gehen. In solch einer Zeit erhalte die Palästinaangelegenheit, die den Anfang dieses Prozesses darstellt, eine noch wichtigere Bedeutung.
Bei dem Treffen sprach Vorsitzender Görmez:
„Ich wurde Zeuge dessen, dass in der Stadt Al-Halil nicht nur die Al-Aqsa, sondern auch die dort beigesetzten Propheten eingesperrt sind…“
Vor etwa zwei Jahren habe ich als Geschenk des Herrn die Chance erhalten in der Al-Aqsa eine Predigt zu erteilen. Dort habe ich sowohl als Moslem, als auch als Vorsitzender des Diyanet zum Ausdruck gebracht, dass wir zu unseren Geschwistern stehen, ihre Freude auch unsere Freude und ihr Leid auch unser Leid ist. Wir haben die Möglichkeit erhalten im Namen aller Muslime und des Islam die gläubigen Wächterinnen und Wächter zu treffen, die über die Al-Aqsa wachen. Ich durfte mir ihre Probleme anhören. Unter der Obhut des Herrn Mahmut Abbas habe ich die Gelegenheit erhalten an der Jerusalem Konferenz teilzunehmen. Ich wurde Zeuge dessen, dass in der Stadt Al-Halil nicht nur die Al-Aqsa, sondern auch die dort beigesetzten Propheten eingesperrt sind. Die Freude und die Gunst, die uns das Volk von Al-Halil entgegengebracht hat, werde ich niemals vergessen.
„In Gaza haben wir 9 Moscheen erneut aufgebaut…“
Bei den letzten Angriffen wurden in Gaza über 80 Moscheen vollkommen zerstört. Allah hat uns ermöglicht 9 dieser Moscheen erneut aufzurichten. Ich bedanke mich bei meinem wohltätigkeitliebenden Volk. Auf den Wunsch unseres Volkes hin, haben wir die Besuche zur Al-Aqsa zu einem Teil der Umra-Reise gemacht. Allah sei dank unsere Jerusalem Besuche werden weiterhin fortgeführt. Das bewirkt, dass das ohnehin vorhandene Jerusalem Bewusstsein unseres Volkes noch mehr gestärkt wird.
„So sehr es einen Moslem erschüttern würde, wenn in Istanbul oder in Kaaba der Gebetsruf aufgehoben würde, so sehr erschüttert es auch, wenn in Jerusalem der Gebetsruf aufgehoben würde…“
Bezüglich des Gesetzesentwurfs des israelischen Parlaments, der den Gebetsruf über die Lautsprecher verbieten soll, sprach Vorsitzender Görmez, „Zu versuchen den Gebetsruf in Jerusalem zu verbieten, bedeutet die Existenz des Islam und der Muslime in Jerusalem nicht anzuerkennen. So sehr es uns erschüttern und kränken würde, wenn in Istanbul oder in Kaaba der Gebetsruf aufgehoben würde, so sehr erschüttert es  uns auch, wenn in Jerusalem der Gebetsruf aufgehoben würde.
Wenn sie in Jerusalem der Gebetsruf verbieten, wird jeder Palästinenser zum Muezzin…”
Der Gebetsruf dient nicht nur dazu die Gebetszeit zu verkünden. Der Gebetsruf ist gleichzeitig das Prinzip des Islam. Es ist der Beweis der Existenz des Islam und der Muslime in einem Gebiet. Es ist ein wichtiges Grundprinzip der Glaubensfreiheit.  Ein Verbot des Gebetsrufes in Jerusalem würde nicht nur en Verbot bedeuten gegen unseres Propheten und seine Werte, sondern auch gegen Abraham, Moses und Jesus und ihrer Werte. Es ist ein wichtiges Teil der Freiheit des Menschen und diese Freiheiten können nicht durch Verbote aufgehoben werden. Wenn sie in Jerusalem der Gebetsruf verbieten, wird jeder Palästinenser zum Muezzin und wird den Gebetsruf vortragen. Den Gebetsruf als Lärmbelästigung anzusehen, ist eine Erniedrigung des Glaubens der Muslime. Ich hoffe, dass bald der Verstand durchgreift und man diesen Fehler rückgängig macht.
„Für Frieden werden wir jedem unsere Hand reichen…“
Dr. Faed Mustafa, der Ankara Botschafter Palästinas,  bedankte sich bei der Türkei und auch beim Diyanet für die Wiedererrichtung der Moscheen, die durch die Angriffe Israels zerstört wurden. „Wir schätzen ihre Bemühungen die heiligen Stätten zu schützen. Vor allem in Bezug auf die Al-Aqsa sind wir sehr erfreut darüber, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und Palästina so stark sind.“
Botschafter Mustafa betonte, dass Israels es auf das Land du die Existenz Palästinas abgesehen habe, „Trotz all dem, werden wir jedem unsere Hand reichen. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun für ein unabhängiges Palästina. Außerdem werden wir mit der Unterstützung unserer Freunde und Geschwister unsere nationale Einheit mit aller Kraft gewährleisten.“