BOTSCHAFT ZUM OPFERFEST

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen begehen wir in Ruhe und Freude ein neues Opferfest, das den Segen, die Fruchtbarkeit und Schönheiten von Allah enthält. Mit der Ausführung der Anweisungen von Allah und Erfüllung der Haddsch Pflicht gratuliere ich allen Muslimen, die sich auf den heiligen Territorien Befinden und der ganzen islamischen Welt zum Opferfest und hoffe dass dies zum Segen führt.
 
Das Opferfest ist ein Fest für Frieden und Wohltat, gemeinsames Beten, wo alle Menschen gleichgestellt sind, des Selbstbewusstseins, des Nachdenkens, der Erwägung, der Erneuerung, der Geduld, der Selbstbeherrschung, der Sensibilitäten, wobei man keinem Lebewesen schadet, sich gegen Vernichtung stellt, Hoffnungslosigkeit aus dem Weg räumt, des Bewusstseins, des heiligen Marsches, wobei man Zeuge der Geschichte wird, das Heilige und die Geschichte wahrnimmt, und man den Armen, Waisen und Hoffnungslosen näher kommt.
 
Die mehrere Symbole, Bedeutungen und Werte enthaltene Ausführung des Opferfestes, ist ein Anzeichen für Treue, Ergebung und Opferbereitschaft. Die anlässlich des Haddsch Arafat füllenden Muslime, erneuern dabei gegenüber Allah ihre Verpflichtungen und führen und Opfern nur im Namen von Allah und stärken somit ihre Gebundenheit. Die in Arafat mit Ehram gekleideten Muslime sind sich nun dessen bewusst geworden, dass sie nirgendwo Zuflucht finden können außer bei Allah, Leidenschaften und Forderungen nur vorübergehen sind, man sich dafür Mühe geben muss. Als ein Zeichen für die Ergebenheit an Allah wurde damit der Menschheit eine wichtige Botschaft gegeben, als Prophet Abraham sich darauf vorbereitete seinen Sohn im Namen von Allah zu opfern. Seit dieser Botschaft Abrahams bestehen zahlreiche Zeichen, Weisheiten und Masse  darüber, wie seitdem bis heute die Beziehung zu unserem Herrscher sein sollte.
Während die islamische Gemeinde in der Gegenwart einerseits das Fest der Freude und Ruhe begeht, wird andererseits das Fest der Schmerzen erlebt. Das auf den Straßen der islamischen Ortschaften fließende Blut ist nicht das Blut, das von Abraham für Ismael vergossene But; es ist nicht das Blut der Opfer, die dem Leben von Ismael gewidmet wurden, sondern es ist das Blut unserer Kinder, Geschwister und unsers Lebens.
 
Wir, die Erben der ihre Gültigkeit im Tal der in der gegenwärtigen islamischen Geographie verlorenen Zivilisation sollten das gegenseitige Vertrauen und den Wohlstand nicht durch Waffengewalt, sondern durch den Segen des Grußes festigen. Wir sollten das Blutvergießen unserer Kinder, Geschwister und Familien stoppen. Wir sollten zur Hoffnung der im Namen der sich in den Tälern der Hoffnungslosigkeit tobenden Menschheit werden. Wir sollten die Kinder von Adam, die den Weg des Paradieses verloren haben, trösten. Dieses Fest sollte die Quelle unserer ausgetrockneten Lippen und Herzen werden. Wir sollten unsere Stimmen in Gebeten unseren Händen und unsere Beschämung, Schande und Reue dem Segen überlassen. Im Namen der im Schlamm der Sorglosigkeit festgefahrenen Menschheit, sollten wir in einer mit Groll und Hasses, Rassismus und Diskriminierung geprägten Welt, unsere Herzen zu Geschwistern erklären, und zu Geschwistern werden, ohne dabei auf Farbe, Rasse, Sprache, Kultur Geographie, Position zu existieren und, zum Beispiel und zur Hoffnung zu werden.
Wir teilen die Freude dieses Festes auch mit unseren syrischen Geschwister, die ihre Häuser und ihre Heimat verlassen und Zuflucht in der Türkei gefunden haben. Wenn auch mit einem Lächeln sollten wir ihnen zur Seite stehen. Wir sollten die Waisen nicht alleine lassen.
 
Wir sollten dafür beten, dass es keine Menschen mehr gibt, die es auf die Einheit und Gemeinsamkeit unseres Landes abgesehen haben, unschuldige Menschen massakrieren, permanent eine Bedrohung für unsere Ruhe und unseren Frieden darstellen sowie Auseinandersetzungen und Terror fördern. Mit diesen Gefühlen gratuliere ich sowohl unseren Staatsbürgern in der Heimat und im Ausland, als auch den sich zur Erfüllung der Haddsch-Pflicht in Arafat befindenden Geschwistern, der ganzen islamischen Welt zum Opferfest. Ich wünsche mir von Allah, dass dieses Fest unserer inneren Welt, in unsere Wohnungen, unserem Land und der islamischen Welt Ruhe und Glück bringt.
 
Prof. Dr. Mehmet Görmez
Vorsitzender des Amtes für Religionsangelegenheiten