Erläuterungen des Stellvertretenden Diyanet Vorsitzenden Keles äußerte sich über das Massaker gegen die Arakan-Muslime

Stellvertretenden Diyanet Vorsitzenden Dr. Ekrem Keles mißbilligte das laufende Massaker gegen die Muslime in Myanmar sehr heftig.
 
Stellvertretenden Diyanet Vorsitzenden Keles, der sich beim Besuch des Diyanet-Krankenhauses zu den Pressemitgliedern äußerte, sagte folgendes über das Massaker gegen die Arakan-Muslime in Myanmar, das letzen Freitag ausgebrochen ist und Tag für Tag heftiger wird: „ Ich mißbillige heftig diese Tyranneien gegen unser muslemischen Geschwister, die aus ihrer eigenen Heimat, aus ihrem eigenen Land, wo sie geboren und aufgewachsen verjagt, verbannt und Quälereien ausgesetzt werden, nur weil sie an Allah glauben und Ihn als Schöpfer anerkennen.“
 
Stellvertretender Diyanet Vorsitzenden Keles, der sich über die Vorfälle, die letzten Freitag in Arakan ausgebrochen sind, äußerte, bei denen rund 3 tausend Muslime mit Folterung ermordet wurden, bemerkte, daß es äußerst bedauerlich ist, daß internationale Menschenrechtsinstitutionen im Bezug auf die Vorfälle in Arakan stillschweigen. Keles weiter bei seiner Rede in Mekka:
 
Ich mißbillige heftig die Tyranneien gegen unsere muslemischen Geschwister in Arakan…
Beim Hadsch treffen sich Millionen Moslems aus der ganzen Welt mit verschieden Hautfarben, Sprachen und Rassen. Hier müssen wir auch die Probleme und Schwierigkeiten der Moslems auf der ganzen Welt besprechen. In Arakan leben unsere Geschwister, die aus ihrer eigenen Heimat, aus ihrem eigenen Land, wo sie geboren und aufgewachsen sind, verjagt, verbannt und Quälereien ausgesetzt und sogar ermordet werden, nur weil sie an Allah glauben und Ihn als Schöpfer anerkennen. Die Arakan- Muslime sind eines der unterdrücktesten Völker der Welt. Ich mißbillige heftig die Tyranneien gegen unsere muslemischen Geschwister in Arakan.
 
„Bedauernswert ist, daß wegen der Zerstreutheit der islamischen Welt unseren muslemischen Geschwistern nicht geholfen wird…“
Wir sind die Nachkommen einer Zivilisation, die in der Vergangenheit 1400 Jahre lang mit Menschen mit verschieden Glaubensrichtungen und Rassen in Frieden zusammen gelebt hat. Diese Menschen haben, egal welcher Glaubensrichtung oder Rasse sie angehörten, in der islamische Gesellschaft in Frieden gelebt. Als Besitzer dieser eingewurzelten Zivilisation  mißbilligen wir heftig diese Gräueltaten, die gegen die Moslems begangen werden. Bedauernswert ist, daß wegen der Zerstreutheit der islamischen Welt unseren muslemischen Geschwistern nicht geholfen wird.
 
„Es ist äußerst bedauernswert, daß manche Institutionen, die angeblich die Menschenrechte auf der Welt schützen sollen, gegenüber diesen Tyranneien stillschweigen…“
Es ist äußerst bedauernswert, daß manche Institutionen, die angeblich die Menschenrechte auf der Welt schützen sollen, gegenüber diesen Tyranneien stillschweigen. Die Moslems müssen Einheit und Solidarität herstellen. Wir befinden uns auf der Pilgerfahrt in den heiligen Stätten. Alle Moslems sind hier, um die Einheit und Solidarität der Moslems zu präsentieren.
 
„Die Moslems müssen sich so schnell wie möglich vereinen und ihre Geschwisterlichkeit kräftigen um dieses Unheil zu vermeiden…“
Die Zerstreutheit der Moslems hat sehr bittere Folgen, wie zum Beispiel den Geschwistern, die irgendwo auf der Welt geschindert werden, nicht helfen zu können. Die Moslems müssen sich vereinen. Sie müssen ihre Geschwisterlichkeit kräftigen. Sie müssen sich vereinen und Solidarität bilden. Nur so können diese Gräueltaten verhindert werden.
 
"Damit die Muslime in Arakan in ihrer Heimat frei leben können, muß dieses Unheil  verhindert werden ...“
Als Amt für Religionsangelegenheiten und Türkische Diyanet Stiftung helfen wir seit Jahren unseren Geschwistern, so gut wir können. Das ist jedoch keine Lösung. Natürlich helfen wir unseren Geschwistern aus Myanmar, die nach Bangladesch, Pakistan, Malaysia geflüchtet sind, weil sie aus ihrer Heimat verjagt wurden. Wir werden dort auch Opfertiere schlachten. Die Spenden unseres Volkes kommen hier an. Doch das alles ist nicht ausreichend. Unser eigentliches Bestreben ist, daß diese Menschen in diesem Land, wo sie geboren sind und das ihre Heimat ist, zusammen mit Menschen mit anderen Glaubensrichtungen frei zusammenleben können. Die Tyrannei, der sie ausgesetzt sind, muß verhindert werden. Unser eigentliches Ziel ist, daß sie in ihrem eigenen Land frei nach ihrem Glauben leben können, in die Schule gehen können, in ihrer eigenen Heimat als ein Staatsbürger dieses Landes und als Moslem frei leben können. Dafür muß gesorgt werden.
 
„Durch Hadsch müssen die Muslime die Besinnung der Einheit gewinnen…“
„Es gibt Millionen von Menschen auf der Welt, die aus ihren eigenen Ländern verjagt wurden und als Flüchtlinge in fremden Ländern leben. Sie ertrinken vor den Augen der ganzen Welt im Meer. Das Mittelmeer ist nahezu eine Grabstätte der Flüchtlinge geworden. Die Leichen von Kleinkindern werden an die Küsten gespült. Jeder Moslem muß diesen Schmerz im Herzen spüren. Wenn die Bomben, die auf Aleppo fallen, nicht in unseren Herzen platzen, besitzen wir kein richtiges islamisches Bewußtsein. Beim Hadsch, wo Moslems aus der ganzen Welt zusammenkommen, müssen wir uns dieses Bewußtsein aneignen.