PRESSEERKLARUNG

Am 22. März 2015 ist im Internet auf einigen Nachrichtenseiten unter der Überschrift “Umstrittenes Fetwa von Diyanet”, veröffentlicht worden, die fehlerhaften Informationen die Öffentlichkeit falsch belehrt.
 
Der Oberste Rat Religionsagelegenheiten fasste im Zusammenhang mit dieser Publikation einen Beschluss. Der im Internet erwähnt Beschluss wurde am 5. Januar 2002 gefasst und nicht am 5. Januar 2012, wie es im Internet veröffentlicht wird. Obwohl auf der Internetseite des Obersten Rats für Religionsangelegenheiten das Datum dieses Beschlusses als der 5. Januar 2002 angegeben wird, wird dieser vor 13 Jahren verabschiedete Beschluss als ein neuer Beschluss an die Öffentlichkeit angeboten. Es ist sehr offen, dass mit dieser Publikation eine negative Wahrnehmung beabsichtigt ist.
 
In dem Beschluss des Obersten Rates für Religionsangelegenheiten vom 05.01.2002 wird erklärt, dass es im Prinzip keine Bedenken für eine künstliche Befruchtung gibt und unter welchen Bedingungen dies verwirklicht werden kann. Paare, die auf nicht in der Lage sind über natürliche Wege ein Kind zu bekommen, können von einer Retorten-Baby Behandlung oder anderen medizinischen Möglichkeiten Gebrauch machen. Mit Berücksichtigung der religiösen-, rechtlichen-, medizinischen- und ethischen Regeln kann von religiöser Hinsicht von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden. Als größte Priorität dafür gilt es, dass die Paare getraut sind. Ohne Erfüllung dieser Voraussetzung wäre es nicht richtig, dass von dieser medizinischer- Möglichkeit profitiert wird.
 
In dem Beschluss des Obersten Rats für Religionsangelegenheiten vom 05.01.2002 wird offen darauf hingewiesen, was mit unehelich gemeint ist. Die Paare müssen gesetzlich getraut sein. Es wäre nicht richtig, eine unterschiedliche Bedeutung zu erwähnen. Damit würde man die Öffentlichkeit völlig falsch aufklären.